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    (walerdutsch/ dt. Pomatt) ist eine Gemeinde mit 438 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2009) in der italienischen Provinz Verbano-Cusio-Ossola VCO (VB), in der Region Piemont.

    Lage /Ereichbar
    Formazza umfasst das Val Formazza (dt. Pomatt), den obersten Abschnitt des vom Fluss Toce (wdt. Riis) gebildeten Tales. Über den Griesspass(Grenzübergang zur Schweiz) besteht eine Verbindung zum Nufenenpass, von wo aus man ins Obergoms, Goms im Kanton Wallis oder ins Bedrettotal  im Kanton Tessin gelangen kann. Früher war das Tal ein wichtiger Verkehrsweg, führte doch vom Wallis / Obergoms ein alpenquerender internationaler Handels- und Saumweg über den Griespass in die Lombardei.

    Die Gemeinde umfasst neun ganzjährig bewohnte Weiler: Foppiano (wdt. Unnrum Schtaldä), Fondovalle (wdt. Schtafulwald), Chiesa (In där Mattu), San Michele (wdt. Tuffald), Valdo (wdt. Wald), Ponte (wdt. Zum Schtäg), Brendo (wdt. Brendu), Grovella (wdt. Gurfälu) und Canza (wdt. Früduwald).

    Die Fortsetzung des Val Formazza bis nach Domodossola wird Valle Antigorio genannt.

    Italienische Nachbargemeinden sind Baceno und Premia/wiki/Premia_(Piemont), die sich im Valle Antigorio befinden. Ausserdem grenzt die Gemeinde an die Schweizer Kantone Wallis (Westen) und Tessin (Osten); das einzige deutschsprachige Walser Dorf des Tessins, Bosco Gurin, ist mit dem Pomatt über die Guriner Furggu verbunden. Formazza ist die nördlichste Gemeinde des Piemonts.

    Geschichte und Sprache
    Im Mittelalter wurde das Val Formazza (damals Eschental gen.) von Wallisern besiedelt, die aus dem schweizerischen Goms / Obergoms kamen, und damit deutschsprachig warn. Der noch heute gesprochene höchstalemannische Dialekt (Walserdeutsch wdt.), die Bauweise der Häuser und zahlreiche deutsche Flurnamen zeugen bis heute von dieser Besiedlung und einer engen Beziehungen bis tief in die Zentralschweiz. Zweimal wurde das Pomatt durch die Walliser  besetzt und war eine gemeine Herrschaft der Alten Eidgenossenschaft. Nach der Schlacht bei Marignano im Jahr 1515 mussten die Eidgenossen das Tal an das damals von Frankreich beherrschte Herzzogtum Mailand abtreten.